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Hier ist eine Übersicht über das Geschehen am Himmel in diesem Monat. Die Darstellungen des Himmels wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Fotos der Planeten entstanden an der Sternwarte Aachen. Durch Klicken auf die Abbildungen werden diese vergrößert.

Der Sternenhimmel Mitte März gegen 19.30 Uhr in Richtung Südwesten

Im Westen gehen die Fische unter. Höher am Himmel stehen Widder und Stier. Über dem südwestlichen Horiozont erhebt sich der markante Orion.  

Der Sternenhimmel Mitte März gegen 19.30 Uhr in Richtung Südosten

Tief über dem südlichen Horizont sehen wir den Großen Hund, der den Hasen jagt. Darüber stehen Zwillinge und Fuhrmann. Durch die Zwillinge zieht der Planet Jupiter. Im Osten sind Krebs und Löwe aufgegangen.   

Jupiter, größter Planet des Sonnensystems, ist auffallend hell. Im Teleskop werden Wolkenstrukturen in seiner Atmosphäre und seine vier größten Monde sichtbar. 

Der Sternenhimmel Mitte März gegen 19.30 Uhr in Richtung Norden

Im Nordosten steht der Große Bär. Seine sieben hellsten Sterne werden auch als der "Große Wagen" bezeichnet - die offizielle Bezeichnung des Sternbildes lautet jedoch Großer Bär. 

Darüber steht der Kleine Bär - auch "Kleiner Wagen" genannt. Die Schwanzspitze des Kleinen Bären markiert den Polarstern. Die Verlängerung unserer Erdachse zeigt ziemlich genau auf den Polarstern. Daher scheint sich der gesamte Himmel um den Polarstern zu drehen, während dieser Stern zu jeder Zeit an der selben Stelle steht.

Viele Menschen denken, der Polarstern sei der hellste Ster am Himmel. Dies ist jedoch nicht so - der Polarstern ist relativ unauffällig. Um ihn zu finden gibt es einen Trick: Wir denken uns eine Linie durch die hinteren Sterne des "Großen Wagens". In der fünffachen Verlängerung des Abstandes der beiden Sterne finden wir den Polarstern.

Um den Kleinen Bären windet sich der ausgedehnte Drache.

Der Sternenhimmel gegen 21.00 Uhr in Richtung Südosten

Zwillinge und Krebs stehen hoch am Himmel. Im Osten sind Löwe und Jungfrau aufgegangen. Tief über dem Horizont erstreckt sich die Wasserschlange, das größte Sternbild am Nachthimmel. 

Der Krebs ist ein etwas unscheinbares Sternbild, da er keine hellen Sterne enthält. Um ihn zu finden, kann man sich an den markanteren Sternbildern Zwillinge und Löwe orientieren. 

Im Krebs finden wir einen wunderschönen Offenen Sternhaufen, der den Namen Praesepe (lateinisch: Krippe) erhalten hat. Eine weitere Bezeichnung ist "Bienenkorb".

Astronomen kennen ihn auch unter dem NamenM 44. Der französische Astronom Charles Messier "jagte" im 18. Jahrhundert Kometen. Weit entfernte Kometen sehen im Teleskop aus, wie Nebelfleckchen. Am Nachthimmel sehen wir allerdings jede Menge neblige Objekte, wie Sternhaufen, Reflexionsnebel und Galaxien. Da Messier bei seiner Jagd immer wieder über solche Objekte stolperte, die jedoch gar keine Kometen waren, legte er einen Katalog nebliger Objekte an, um diese sofort zu identifizieren. Die Praesepe erhielt die Nummer 44 in seinem Kataolg vom insgesamt 110 Objekten. 

Der Sternhaufen ist in einer dunklen Nacht mit bloßem Auge als schwacher Schimmer erkennbar. Der Durchmesser beträgt etwa 95 Bogenminuten, das ist das Dreifache des Vollmondes. Bereits ein Fernglas enthüllt die wahre Natur. Im Fernglas oder kleinen Teleskop werden ca. 70 Sterne sichtbar. Lang belichtete Aufnahmen zeigen ca. 200 Sterne, die zu dem Sternhaufen gehören. 

M 44 ist mit einer Entfernung von ca. 550 Lichtjahren einer der nächsten Offenen Sternhaufen. Sein Durchmesser wird auf 20 Lichtjahre geschätzt. Das geschätzte Alter der Sterne beträgt 600 bis 700 Millionen Jahre. Sie sind damit deutlich jünger, als unsere etwa 4,3 Milliarden Jahre alte Sonne. 

Der Sternenhimmel gegen Mitternacht in Richtung Südosten

Im Südosten ist das Sternbild Jungfrau vollständig aufgegangen. Darüber steht der Bärenhüter mit dem hellen Stern Arktur. 

Der Himmel gegen 3.00 Uhr morgens in Richtung Südosten

Im Südosten gehen WaageSkorpion und Schlangenträger auf. Darüber steht der Herkules. Über dem östlichen Horizont sehen wir die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler

Der Sternenhimmel Mitte März gegen 6.00 Uhr morgens in Richtung Südosten

Gegen 6.00 Uhr morgens wird es im Osten hell. Die Tage werden im März rasch länger. Anfang März geht die Sonne gegen 7.00 Uhr auf und gegen 18.00 Uhr unter. Ende März erfolgen Auf- und Untergang gegen 6.00 Uhr bzw. 19.00 Uhr. 

Im Südosten gehen Schütze, Steinbock und Wassermann auf. Am Morgen des 14. Mai sehen wir die Sichel des abnehmenden Mondes im Schützen. 

Am 20. März ist Frühjahrs- Tagundnachtgleiche. Die Sonne geht an diesem Tag exakt im Osten auf und im Westen unter. Überall auf der Erde sind Tag und Nacht gleich lang. Die Sonne überschreitet an diesem Tag den Himmelsäquator im Sternbild Fische und wechselt in den nördlichen Teil der "Himmelskugel". 

Der Planet Venus wird im Laufe des Monats immer auffälliger. Nach Sonnenuntergang sehen wir sie als hellen "Abendstern" tief über dem westlichen Horizont. 

Im Teleskop zeigt die Venus Phasen, wie unser Mond. Derzeit ist sie weit von der Erde entfernt, ca. 240 Millionen Kilometer. Im März erscheint sie als kleine "Vollvenus" im Teleskop. In den nächsten Monaten verringert sich der Abstand zur Erde auf ca. 40 Millionen Kilometer. Im Teleskop erscheint sie dann immer größer und wandelt sich zu einer schmalen Sichel.