Der Sternenhimmel im November
Hier ist eine Übersicht über das Geschehen am Himmel in diesem Monat. Die Darstellungen des Himmels wurden mit der Freeware Stellarium erstellt. Die Fotos der Planeten entstanden an der Sternwarte Aachen. Durch Klicken auf die Abbildungen werden diese vergrößert.
Nach Umstellung der Sommerzeit auf die Normalzeit wird es früh dunkel. Im Südwesten gehen die Sommersternbilder Schlangenträger und Schütze unter. Darüber sehen wir noch die Frühjahr- und Sommersternbilder Herkules, Schwan, Leier und Adler.
Am 13. November zieht der zunehmende Mond durch den Schützen.
Tief am Himmel stehen Steinbock, Wassermann, Fische und Widder.
Über den Fischen sehen wir den ausgedehnten Pegasus, der mit der Andromeda verbunden ist. Im Osten sind der Perseus und die Kassiopeia sichtbar. Die Kassiopeia wird wegen Ihrer Form auch das "Himmels-W" genannt - sie ist leicht am Himmel zu identifizieren. Knapp über dem Horizont liegt der Walfisch.
In den Fischen ist ein heller "Stern"sichtbar, der nicht zu diesem Sternbild gehört. Dies ist der Planet Saturn.
Im Nordwesten steht der Große Bär über dem Horizont. Seine sieben hellsten Sterne werden auch als der "Große Wagen" bezeichnet - die offizielle Bezeichnung des Sternbildes lautet jedoch Großer Bär.
Genau im Norden steht der Kleine Bär - auch "Kleiner Wagen" genannt. Die Schwanzspitze des Kleinen Bären markiert den Polarstern. Die Verlängerung unserer Erdachse zeigt ziemlich genau auf den Polarstern. Daher scheint sich der gesamte Himmel um den Polarstern zu drehen, während dieser Stern zu jeder Zeit an der selben Stelle steht.
Viele Menschen denken, der Polarstern sei der hellste Ster am Himmel. Dies ist jedoch nicht so - der Polarstern ist relativ unauffällig. Um ihn zu finden gibt es einen Trick: Man denkt sich eine Linie durch die hinteren Sterne des "Großen Wagen" nach oben. In der fünffachen Verlängerung des Abstandes der beiden Sterne finden wir den Polarstern.
Um den Kleinen Bären windet sich der ausgedehnte Drache.
Im Osten ist das Wintersternbild Stier aufgegangen. Der "Kopf" des Stiers ist ziemlich markant - er bildet ein nach links geneigtes V. Hauptstern des Stiers ist der rötliche Riesenstern Aldebaran. An den Stier schließt sich der Fuhrmann mit dem auffallend hellen Stern Capella an.
Im Südosten dominiert Planet Saturn den Himmel. Er ist leicht mit bloßem Auge auszumachen und zur Zeit das hellste Objekt in der Umgebung der Fische.
Im Teleskop zeigt Saturn sein beeindruckendes Ringsystem. Das im Teleskop sichtbare Ringsystem hat eine Ausdehung von mehr als 300.00 Kilometer und ist jedoch nur etwa einen Kilometer dick.
Saturn ist derzeit rund 1,298 Milliarden Kilometer entfernt. Das von ihm reflektierte Sonnenlicht braucht 72 Minuten zu uns.
Durch den Stier zieht derzeit der ferne Planet Uranus. Nach Jupiter und Saturn ist er der drittgrößte Planet des Sonnensystems.
Am 25. November erreicht Uranus seine Oppositionsstellung. Er steht dann - von der Erde aus gesehen - der Sonne genau gegenüber. Die Zeit um die Opposition bietet die beste Gelegenheit, um einen Planeten zu beobachten, da er dann die ganze Nacht über am Himmel ist.
Uranus ist theoretisch in einer dunklen Nacht gerade noch mit bloßem Auge erkennbar. Mit einem Fernglas und einer Sternkarte kann man ihn relativ leicht finden. Der helle Stern Aldebaran und der auffallende offene Sternhaufen der Plejaden (das Siebengestirn - oberhalb von Uranus) bei der Orientierung helfen.
Im Osten sind die Zwillinge, mit den hellen Sternen Castor und Pollux, aufgegangen. Den Zwillingen folgt der Krebs.
Über dem südöstlichen Horizont steht der auffallende Orion. Aufgrund seiner drei "Gürtelsterne" kann er gut am Himmel identifiziert werden.
Unter dem Orion geht der Große Hund mit dem hellen Stern Sirius auf. Sirius ist der hellste Stern, den wir am Nachthimmel sehen können. Sirius ist absolut gesehen eigentlich kein sehr leuchtkräftiger Stern. Er leuchtet "nur" etwa 20mal heller als unsere Sonne. Mit 8,6 Lichtjahren Entfernung gehört er allerdings zur nächsten Nachbarschaft unserer Sonne und erscheint uns deshalb so hell. Der helle Stern Rigel im "Fuß" des Orion ist etwa 100mal weiter entfernt als Sirius und leuchtet dennoch sehr hell am irdischen Nachthimmel. Rigel hat etwa die 80.000fache Leuchtkraft unserer Sonne und gehört damit zu den hellsten Sternen in unserer Galaxie.
Über dem südlichen Horiont erhebt sich die Wasserschlange. Sie ist das größte Sternbild am Himmel. Da sie jedoch keine sehr hellen Sterne enthält, ist sie wenig auffallend.
Im Osten ist das Frühjahrsternbild Löwe aufgegangen. Durch den Löwen ziehen in diesem Monat die Planeten Mars und Jupiter. Beide Planeten sind auffallend hell. Mitte November stehen sie von der Erde aus gesehen nah beieinander. Tatsächlich trennen die Planeten mehrere hundert Millionen Kilometer.
Jupiter, größter Planet des Sonnensystems, ist strahlend hell. Nach Sonne, Mond und Venus ist er das hellste natürliche Objekt am Himmel.
Im Teleskop werden Wolkenstrukturen in seiner Atmosphäre und seine vier größten Monde sichtbar.
Jupiters Abstand zur Erde beträgt im November rund 790 Millionen Kilometer. Das von Jupiter reflektierte Sonnenlicht braucht 44 Minuten, um zur Erde zu gelangen.
Im November ist der Meteorstrom der Leoniden aktiv. Ihren Namen haben die Leoniden daher, dass sie scheinbar aus dem Sternbild Löwen (lateinisch Leo) kommen. Das Maximum ist in der Nacht auf den 17. November. In diesem Jahr werden jedoch nicht allzu viele "Sternschnuppen" erwartet, etwa 15 pro Stunde. Um die Leoniden zu beobachten sucht man am besten einen dunklen Ort, abseits von künstlicher Beleuchtung mit freier Sicht auf, z.B. einen Feldrand.
Um 7.00 Uhr morgens wird es im Osten hell, das Sternbild Jungfrau ist aufgegangen. Östlich von ihr steht der Bärenhüter mit dem hellen Stern Arktur.
Kurz vor Sonnenaufgang gehen die Planeten Merkur und Venus im Südosten auf.
Die Sonne geht Anfang November gegen 7.30 Uhr morgens auf , Ende November gegen 8.15 Uhr.
Merkur ist weniger hell, kann aber mit bloßem Auge in der Dämmerung gesehen werden. Mit einem Fernglas ist er leicht zu finden. Der innerste Planet des Sonnensystem ist relativ schwierig zu beobachten, da er sich von der Erde aus gesehen immer in der Nähe der hellen Sonne bewegt und von deren Licht überstrahlt wird.























